John Main

John Main OSB

 

 

Der irische Benediktinermönch John Main OSB (1926-82) war Wegbereiter der christlichen Meditation und einflussreicher Lehrer in der kontemplativen christlichen Tradition.

Im britischen Kolonialdienst in Malaysia begegnete John Main 1954 dem Hindumönch Swami Satyananda und lernte bei ihm zu meditieren. Er entwickelte ein christliches Mantra und übte die Meditation zweimal täglich eigenständig weiter, bis er 1960 Benediktiner wurde.

In den 1970er Jahren konnte John Main die christliche Meditation in der Gebetslehre des Johannes Cassianus verankern. Daraufhin widmete er sich ganz der Lehre und Weitergabe dieser Form des kontemplativen Gebets. Er wirkte zuerst in England, später in Kanada und vermittelte seine Lehre in Meditationsgruppen, Büchern und Einkehrtagen. Nicht nur Menschen, die im Kloster lebten, sondern allen stand dieser Weg offen.

John Main starb 1982 und hinterließ eine weitverzweigte und vernetzte Gemeinschaft von Meditierenden, vor allem im englischen Sprachraum. Sein Schüler Laurence Freeman OSB führte seine Aufgabe weiter; er wurde der geistige Leiter der Gemeinschaft und gründete im Jahr 1991 "The World Community for Christan Meditation".

 

 

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"Meditation ist die ewige Weisheit, die zu allen Zeiten und in allen Traditionen aufleuchtet; sie führt uns vom einengenden Egoismus weg zur Liebe hin."  (John Main OSB)